Gedankenfetzen, halb wach, halb träumend, halb traumatisierend.
Ein Brief von meinem Vater. Email und SMS.
Whatsapp-Nachrichten von meinen Freunden. Und Facebook. Bilder.
Irgendwas .
Irgendetwas .
Irgend etwas fehlt.
Erinnerungen: Kindheit, Jugend.
Die Suche: nach der perfekten Familie. Die mich vielleicht adoptieren will? Nein! Suche weiter. Nächste Familie? Nein! Geht nicht! Leibliche Erzeugerin vorhanden!
Ich bin zu aufdringlich. Zu sensibel. Kenne die Grenzen nicht.
Grenzen: Oberflächlich bemitleide ich die anderen! Die, die Regeln bekommen. Die, die etwas nicht dürfen. Die, die rund um die Uhr jemanden haben, der sich um sie kümmert. Die, die sagen müssen wohin sie gehn und wann sie zurück sind.
Unterflächlich möchte ich Teil des Systems sein.
Ist es allen egal dass ich als Kind in einem Gefängnis lebe? Ein Gefängnis aus Regeln, Putzen, Arbeiten.
Ist es egal dass ich mit 15 bis zum Morgengrauen Wodka trinke? Mit 16? Mit 17?
Eine Mischung zwischen Autoritär und Laisse-faire. Gegenteile. Kontrahenten. Hin-und-hergerissen. Zerrissen.
Mit 18 hab ichs selbst geschafft. Ich bin mein Vorbild. Ich kümmere mich um mich.
Und doch:
Irgendwas.
Irgendetwas.
Irgend etwas fehlt.
Ich kann mich gut lustig machen über Helikoptereltern. Zu fürsorgliche Mütter. Zu aufeimlnander fixierte Menschen (= Pärchen). Menschen, die ihr Glück von anderen Menschen abhängig machen. Doch hat das nicht jeder Mensch ein wenig verdient? Ich würde gerne eines Menschen Glücks von meinem Glück abhängig machen, nur um ihn glücklich zu machen!
Es ist einfacher, auf einem vorgetrampelten Pfad zu gehen, ab und zu abzuweichen, den Pfad im Blick, um wieder zurückzukehren, oder in der Nähe zu bleiben. Doch ich kämpfe mich durch den Dschungel. Ich kämpfe.
Und ich weiss:
Irgendwas.
Irgendetwas.
Irgend etwas fehlt.
Und.
Wird.
Ewig.
Fehlen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen